Nic ist Deutscher Vize-Jugendmeister im Doppel U16

Nic Doppel dt. vize

Dem Alptraum folgt das Finale
Bericht Lars Laucke. Einen wahren Alptraum erlebte der Böblinger Nic Wiedenhorn bei den Deutschen Tennis-Jugendmeisterschaften in Ludwigshafen. Nachdem er in der Altersklasse U16 die erste Runde klar gewonnen hatte, ging er eigentlich als leichter Favorit in die Partie gegen den Hessen Lucas Krämer. Doch ganz abgesehen davon, dass die Bedingungen – kalte und nasse Witterung, weicher Platz sowie schwere Bälle – seinem offensiven Spiel überhaupt nicht entgegenkamen, erwischte der 15-Jährige einen Tag, an dem überhaupt nichts funktionierte.

Was auch immer er versuchte, die Bälle landeten knapp im Aus, blieben an der Netzkante hängen oder sprangen von dort ins Aus. Trotz des ernüchternden 0:6, 0:6 wollte Michael Wennagel, Cheftrainer des Württembergischen Tennis-Bundes, seinem Schützling keinerlei Vorwürfe machen: „Er hat bis zuletzt alles versucht. Aber es gibt einfach Tage, da geht weniger als nichts.“

Besser lief es dann jedoch im Doppel an der Seite des Bielefelders Fynn Künkler. Zwar verloren die beiden in der ersten Runde gegen die Frankfurter Philipp Schllehorn/Fabian Neff den ersten Satz mit 1:6. Doch nach einem 7:5 im zweiten Durchgang hatten sie im Match-Tiebreak mit 10:8 hauchdünn die Nase vorn. Auch gegen die badisch/schleswig-holsteinische Paarung Marvin Schaber/Lewie Lane ging es in den Match-Tiebrak, diesmal gewannen Wiedenhorn/Künkler mit 10:3. Im Halbfinale trafen sie nun auf die an Nummer eins gesetzten Raphael Weiler/Moritz Pfaff (Andernach/Saarbrücken). Und wieder wurde es ein Krimi, den der Böblinger und sein Partner mit 6:7, 7:6, 10:4 für sich entschieden. Im Finale gegen Henri Squire und Constantin Zoske (TC Kaiserwerth), die im Einzel das Finale unter sich ausmachten, erwischten Wiedenhorn/Künkler zunächst einen Traumstart. Die beiden trafen nahezu jeden Ball wie im Traum und gewannen den ersten Satz im Eiltempo mit 6:1. Dann jedoch drehten die besten Einzelspieler des Turniers den Spieß um, holten sich den zweiten Durchgang ebenso mit 6.1 und gewannen den Match-Tiebreak mit 10:3. Doch angesichts der Tatsache, dass Wiedenhorn und Künkler beide noch zum jüngeren Jahrgang der U16 gehören, war der Finaleinzug ein beachtlicher Erfolg.

Zwei weitere Spieler der TA SV Böblingen waren ebenfalls in Ludwigshafen am Start. Kim Niethammmer schaffte es mit zwei klaren 6:0, 6:1-Erfolgen ins Viertelfinale, zog dort jedoch gegen den Aschaffenburger Philip Florig mit 2:6, 6:7 knapp den Kürzeren. Im Doppel war Niethammer an der Seite des Mainzers Mika Lipp an Position zwei gesetzt, schied aber überraschend schon in der ersten Runde aus.

Für Joshua Roth war in der U14 bereits die Qualifikation für diese Deutschen Meisterschaften ein Erfolg, er schied aber gleich im ersten Match mit 1:6, 4:6 gegen Nick Hartmann aus Vilsbiburg aus. Im Doppel an der Seite des Bernhauseners Tobias Rief gewann Roth die erste Runde. Gegen die späteren Deutschen Vizemeister Schloßmann/Hartmann aus Bayern war beim 2:6, 2:6 dann aber nichts zu holen.