Nach dem Ausrufzeichen folgt der große Traum

Am 13.6. erschienen in der KRZ

Die letztjährigen TABB-Aufstiegshelden

Böblinger Herren I peilen Klassenerhalt in der Württembergliga an – Saisonstart am Sonntag (10 Uhr) im Zimmerschlag
Nachdem die Tennis-Herren der TA SV Böblingen in der vergangenen Sommersaison mit ihrem überraschenden Aufstieg in die Württembergliga ein Ausrufezeichen gesetzt haben, schwebt nun der Traum des Klassenerhalts in den Köpfen des jungen Teams. In der höchsten Spielklasse des Württembergischen Tennisbundes gibt es keine schwachen Gegner, alle anderen Mannschaften sind gespickt mit Profis, die aktuell oder früher dem ATP-Weltranglistenzirkus angehör(t)en, oder sind bis hin zur hintersten Position mit deutschen Ranglistenspielern besetzt. „Die Tagesform wird den Ausschlag geben“, glaubt der stellvertretende Abteilungsleiter Robert Andermann.

Die neue Nummer eins der TABB ist die alte. Der Kroate Franjo Raspudic spielte eine überragende Vorsaison und gewann alle sieben Einzel gegen in der deutschen Top 200 notierte Gegner. Aber nicht nur das: Vom ersten Match an coachte er seine Teamkollegen mit vollem Einsatz, gab auf und außerhalb des Platzes wertvolle Tipps und trug mit seiner kämpferisch-positiven Einstellung maßgeblich zum Aufstieg bei. Aktuell ist er die Nummer 107 der Deutschen Rangliste (DRL) und die Nummer 957 der ATPWeltrangliste (WRL).

Aufgrund seiner langjährigen Freundschaft mit Raspudic hat Neven Krivokuca die Truppe bereits beim Aufstiegsspiel vor Ort unterstützt, obwohl er da noch in Bielefeld für den TC Brachwede angetreten ist. Während des Aufstiegsfestes sagte der 22-Jährige spontan zu, im Sommer 2018 für die TABB anzutreten. Neven ist die Nummer 130 der DRL. Im Dezember 2017 hat der in Stuttgart geborene Linkshänder mit WRLPosition 1071 das beste Ranking seiner Laufbahn erreicht. Krivokuca ist in der Region kein Unbekannter. Er kennt aufgrund unzähliger Turniere in seiner Jugendzeit die württembergische Tennisszene bestens.

In 2003 an Nummer 194 der Weltrangliste geführt ist Jakub Zhalava sicherlich der erfahrenste Spieler der Württembergliga. Er wird das Böblinger Team an dem einen oder anderen Spieltag punktuell verstärken. Während seiner Karriere gewann er gegen so namhafte Spieler wie Marin Cilic, Ivo Karlovic und Philipp Kohlschreiber, spielte in der Tennis-Bundesliga erfolgreich für Grün-Weiß Mannheim. Als Trainer hat er mit Michael Berrer und Tatjana Maria zusammengearbeitet. Im Moment ist er Headcoach der WTA-Tennisakademie „Tennis with Attitude“ in Stuttgart. Dort trainieren viele Nachwuchstalente, außerdem betreut Zhalava die Weltranglistenspielerin Anna Zaja. „Mit dem einen oder anderen Ratschlag während seiner sporadischen Einsätze wird er das junge Team sicherlich unterstützen können“, denkt Andermann.

Auf DRL-Platz 234 steht Eigengewächs Nic Wiedenhorn. Der 16-jährige Böblinger ist der Jüngste im Team, war bereits je zweimal deutscher Jugendmeister im Einzel und im Doppel. Aktuell die Nummer vier seines Jahrgangs in Deutschland, hat er bereits vergangene Saison erfolgreich an den vorderen Positionen der Oberligamannschaft gespielt und brennt darauf auch dieses Jahr möglichst häufig zu gewinnen.

Mit Luka Eble und Tim Stierle folgen zwei weitere Eigengewächse. Eble spielt wie sein dicker Kumpel Wiedenhorn bereits im dritten Jahr in der ersten Herrenmannschaft. „Hoffentlich bleibt er von Verletzungsproblemen verschont, vergangenes Jahr konnte lediglich in zwei Partien antreten wovon er eine trotz Trainingsrückstand gewann“, erinnert sich der stellvertretende Abteilungsleiter. Stierle imponierte in der Vorsaison an Position vier mit seiner 4:1-Einzel-Bilanz.

Cheftrainer Peter Zuleck: „Uns muss man erst einmal schlagen“
Bleiben die zwei Punktegaranten Philippe Zehender und Thomas Mollekopf. 5:2 lautete Zehenders starke Bilanz in seiner ersten TABB-Saison. Im zweiten Jahr im Zimmerschlag möchte der vom VfL Sindelfingen nach Böblingen gewechselte Weil der Städter weiter erfolgreich mit seinen Freunden Luka Eble und Nic Wiedenhorn Tennis auf höchstem Niveau spielen. Mollekopf ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil der ersten Mannschaft. „Molle ist zwar ,nur’ an einer hinteren Position gemeldet, war aber bereits letzten Sommer alles andere als ein Ersatzmann“, stellt Robert Andermann klar. Der Mannschaftsführer war dann auch mit 6:1 Siegen im Einzel eine absolut verlässliche Bank. Die Mannen vom Zimmerschlag haben 2018 nur einen Abgang zu verzeichnen, nämlich den zum TC Cannstatt gewechselten Igor Kolaric, bisher die Böblinger Nummer zwei. Er wird dort die Mannschaft des Oberliga-Aufsteigers verstärken. Cheftrainer Peter Zuleck ist zuversichtlich: „Uns muss man erstmal schlagen, wir sind auf allen Positionen top besetzt und haben es geschafft, einen punktuell verstärkten, jungen Kader zusammenzustellen. Unser Teamgeist und die positive Eigenschaft des Teams, dass es nichts aus der Ruhe bringt, wird uns bei unserer schwierigen Mission helfen.“
Start in die Saison ist am Sonntag (10 Uhr) im heimischen Zimmerschlag gegen den TC Doggenburg.
Herren Württembergliga: Spieltermine und Gegner