Immer wieder der bange Blick nach oben

Pacific Open in Böblingen ohne Unterbrechungen durchgezogen – Starke Lokalmatadoren

Erschienen in der Kreiszeitung Böblinger Bote am 19.08.2014.

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Die Finalisten des Nachwuchsturniers in Böblingen Foto: red

BÖBLINGEN (red). „Hält“s oder hält“s nicht?“ Das war die Gretchenfrage beim neunten Böblinger Tennis-Jugendturnier im Zimmerschlag. Es hielt – und es zeigte sich, dass die Wettervorhersage nicht immer stimmen muss. Dennoch schielte das Team der Turnierleitung mit Peter Wolff, Gabi Frost und Marc-Daniel Frey öfter gen Himmel als ihm lieb war. Umso mehr freute es sich, als die letzten Finalspiele planmäßig bei Sonnenschein zu Ende gespielt werden konnten. Trotzdem, die Spezialität des Gastronomie-Teams, der Eiskaffee, war dieses Jahr nicht ganz so gefragt. Wenn die Sonne nicht zu sehen war, kam bei leichtem Nieselregen und einigen kleineren Regenunterbrechungen gelegentlich eher mal die Frage nach einem Glühwein auf. 226 Anmeldungen lagen 2014 für das Pacific Open vor. Inklusive der Nebenrunden galt es 16 Felder von Mittwoch bis Samstag zu Ende zu spielen, was aufgrund der wenigen Unterbrechungen gut und vor allem ohne Zusatzschichten am Abend klappte. Die Teilnehmer waren aus ganz Süddeutschland angereist, neben Spielern aus Württemberg und Baden waren auch Rheinland-Pfalz und Bayern vertreten.

Außerhalb des Tennisplatzes wurde neben dem vielfältigen kulinarischen Angebot einiges geboten, der Einladung, den zwölf Meter hohen Kletterfelsen zu bezwingen, folgten zahlreiche Turnierteilnehmer. Zwischen den Spielen konnten die Nachwuchsspieler und -spielerinnen ihren Gleichgewichtsinn auf den Slacklines verbessern oder mit anderen Spielern und Eltern plauschen.

Insgesamt trotzten alle den teilweise widrigen Wetterumstände und hatten viel Spaß, was für eine sehr angenehme und lockere Turnier-Atmosphäre sorgte. Dazu trugen mit ihren guten Platzierungen vor den Augen von Oberschiedsrichter Jochen Knobel auch die Böblinger Lokalmatadoren bei. Meike Roth erreichte den zweiten Platz in der Altersklasse U10, Lina Finkbeiner durfte sich über Platz drei in der U12-Konkurrenz freuen. David Tvrdon wurde Zweiter bei der U12, obwohl er eine Altersklasse höher spielte, genau wie Benedict Kurz, der in der U16 die Nebenrunde gewann. In derselben Altersklasse bei den Mädchen wurde Leonie Schimpf Dritte der Nebenrunde, genau wie Finn Wolf bei der U14. Die Nebenrunde der U21 gewann Magdalena Seng.

Auch die Akteure anderer Kreisvereine waren erfolgreich, so erreichte Nadine Kreuzer vom TC Schönaich einen dritten Platz im U14-Turnier, während Marissa Encarnacion (TA VfL Sindelfingen/U16) im Finale der Nebenrunde von einer Fußverletzung gestoppt wurde. Im Viertelfinale aufgeben musste im Hauptturnier dieser Altersklasse die an eins gesetzte Maren Schulze vom TC Weil im Schönbuch. Mehr Glück hatte Vereinskameradin Kim Klotz, die in der Nebenrunde der U21 Dritte wurde. Bei den Jungen wurde Moritz Münster (ebenfalls TC Weil) Dritter bei den U10, genau wie der Schönaicher Tobias Kreuzer (U12-Nebenrunde). Tim Grüninger (TC Herrenberg) schaffte es in der U14-Nebenrunde bis ins Finale, Vereinskamerad Luca Reutter wurde Dritter bei den U16. Die U21-Nebenrunde entschied Fabian Kohler vom TSC Renningen für sich, Michael Bollinger (IBM Klub) wurde Dritter.

Das U21-Hauptrunde war fest in der Hand von Maximilian Scholl (STG Geroksruhe), der an allen Turniertagen konstante Leistungen auf höchstem Niveau zeigte, maximal drei Spiele pro Satz abgab und so keinem seiner Gegner eine Chance ließ. Er freut sich jetzt zusammen mit U21-Gewinnerin Julia Wagner aus dem bayrischen Ismaning über ein Fahrertraining in Maisach.