TABB nimmt Batteriespeicher in Betrieb und spart zukünftig Stromkosten und CO²

Getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“, hat die TABB ein seit längerem geplantes Projekt Anfang 2021 realisiert und einen Batteriespeicher in Betrieb genommen.  Auslöser war die C-Trainerausbildung von Nico Eble, dem Sohn des Geschäftsführers der TABB. Im Rahmen der C-Trainer-Ausbildung müssen die Traineranwärter u.a. auch eine 8-seitige Studienarbeit erstellen, welche mit dem Tennisverein in Verbindung steht und dem Verein in irgendeiner Weise nützt.  

Das können z.B. Konzepte für Mitgliedergewinnung, Marketingmaßnahmen, Einführung von neuer Software aber auch die Umsetzung von technischen Konzepten sein. Im Rahmen seiner Arbeit hat sich Nico (damals Schüler am technischen Gymnasium und heutiger E-Technik Student) unter anderem mit Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit der neuen LED-Beleuchtung der Sandhalle beschäftigt und auch weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Strombedarfs untersucht.

Mit den beiden vorhandenen Blockheizkraftwerken und der geplanten und in der Zwischenzeit auch realisierten Photovoltaik-Anlage konnte errechnet werden, dass ein Batteriespeicher sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist. Der Batteriespeicher bedeutet, dass die TABB zukünftig unabhängiger von konventionellen Stromversorgern und steigenden Energiekosten ist. Glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass wir durch das TABB Netzwerk Zugriff auf die Expertise von Guido Knappe von „Innovative Haustechnik“ haben, der uns bei der Umsetzung tatkräftig unterstützt hat. Nach einer längeren Planungsphase und den zwischenzeitlichen Lieferproblemen bei Batteriesystemen konnten wir Anfang des Jahres das neue Konzept in Betrieb nehmen. Da aktuell die Hallen geschlossen sind und damit der größte Stromverbraucher Hallenlicht (ca. 3,5-4 kWh/Platz) nicht in Betreib ist, können wir die volle Leistungsfähigkeit im Moment noch nicht nutzen. Trotzdem lohnt sich das System bereits jetzt, da wir aktuell durch intelligente Steuerung das System so konfiguriert haben, dass wir nahezu komplett autark sind und somit fast keinen Strom mehr von außen beziehen. 

Für technisch Interessierte nachfolgend noch ein paar detaillierte Infos und Zahlen. Die beiden seit 2008 vorhandenen BHKWs (Dachse des Unternehmens SenerTec) wurden aktuell zur Erzeugung von Wärme für die Heizung und das warme Wasser eingesetzt, produzieren aber zusätzlich auch jeweils 5,5 kWh Strom. Der permanente Stromverbrauch bzw. die Grundlast der TABB Anlage liegt bei ca. 1 kW pro Stunde. Die Differenz von 4,5 kWh wurde bisher in das Stromnetz für 2-4 Cent eingespeist. Ab sofort wird der Strom zum Laden der 11 kWh Batterie genutzt. Der Batteriestrom reicht somit für ca. 9 Stunden bis das BHKW wieder für ca. 3 Stunden anläuft und die Batterie erneut lädt.  Im Sommer besteht dann die Möglichkeit die Batterie statt mit dem BHKW mit dem Strom der neuen PV Anlage zu laden, was natürlich ökologisch nochmals deutlich wertvoller ist.

Besonders interessant wird die Nutzung der Batterie, wenn auch die Hallen wieder in Betrieb genommen werden, da hier im Optimalfall die Batterie mehrmals am Tag geladen und wieder entladen werden kann. Die Einsparung beträgt bei einem Wirkungsgrad von ca. 80% somit ca. 9 kWh pro Zyklus. Bei Stromkosten von 22 Cent/kWh (25 Cent-3 Cent entgangener durchschnittlicher Einspeisevergütung) würde das bei durchschnittliche 2,5 Zyklen am Tag eine Einsparung von ca. 5 Euro pro Tag oder ca. 1800 Euro pro Jahr an Stromkosten bedeuten. Zudem macht es jetzt auch wieder Sinn unsere Dachse deutlich mehr zu nutzen, was nach dem Wegfall der subventionierten Eispeisevergütung nicht mehr lukrativ war. Die geringfügigen laufzeitabhängigen Mehrkosten der Dachse wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. 

Folgende Komponenten haben wir installiert. Beim Batteriespeicher haben wir uns für die B-Box Premium HVM 11.0 von BYD entschieden. Diese hat ein patentiertes modulares Steckdesign und erfordert daher keine interne Verkabelung, was maximale Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit bedeutet. Die kobaltfreie Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LFP) bietet maximale Sicherheit, Lebensdauer und Leistung. Der Batteriespeicher kann ohne größeren Installationsaufwand noch bis auf 22,1 kWh erweitert werden.

Gesteuert wird das System über Wechselrichter Sunny Boy Storage SBS 5.0-10 von SMA. Mit diesem Multistring-Batteriewechselrichter lassen sich erstmals bis zu drei verschiedene Hochvoltbatterien an einen Batteriewechselrichter anbinden. Um größere Batterien anzuschließen, lassen sich die drei DC-Eingänge auch parallelschalten. Dank bewährter AC-Kopplung ist der Wechselrichter ideal für Neu- und Nachrüstsysteme. Energieflüsse im Haushalt sind durch die direkte Verbindung zum Sunny Portal maximal transparent. Zusätzlich kommt der SMA Sunny Home Manager 2.0 HM-20 zum Einsatz, der als intelligenter Energiemanager für eine effiziente Energienutzung sorgt. Das Steuersystem optimiert den Eigenverbrauch und senkt die Stromkosten deutlich. Dazu misst er alle Daten der Strom-Erzeugung, Netzbezug und Netzeinspeisung und gibt einen Überblick über alle relevanten Energieflüsse.

Die TABB beweist mit diesem Projekt einmal mehr, dass sie Vorreiter und Innovator ist! Mit der Investition in den Batteriespeicher kann die TABB steigenden Energiekosten gelassen entgegensehen und trägt abermals zum Klimaschutz bei.