Plätze können vermutlich am 11.05.2020 öffnen

Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung können die Plätze kommende Woche endlich geöffnet und Tennis gespielt werden. .
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Wir warten jetzt noch die finalen Vorgaben für die Rahmenbedingungen ab und werden dann auch am Wochenende das Buchungssystem freigeben. Die Plätze Plätze 1-7 werden Nachmittags und Abends für die Trainer reserviert sein, da diese ihre ausgefallenen Stunden vom Winter nachholen müssen und 3er bzw. 4er Training nach jetziger Einschätzung auf 2 Plätzen stattfinden muss.

Erschienen in der KRZ 29.4.: ‚Warten auf den ersten Aufschlag bei Tennisabteilung der SV Böblingen‘

Im Zimmerschlag herrscht zu Beginn der neuen Sommersaison eine fast gespenstische Ruhe – Steht die Mannschaftsrunde vor der Absage?

Auf den Tennisanlagen wird das Ende der durch die Corona-Krise eingeführten Beschränkungen herbeigesehnt. Die gelbe Filzkugel soll endlich wieder fliegen. Auch bei Jan Eble, Geschäftsführer der TA SV Böblingen, wächst die Ungeduld.

Artikel vom 29. April 2020 – 11:24

Von Michael Stierle

BÖBLINGEN. Im Zimmerschlag herrscht eine fast schon gespenstische Ruhe, nur die vorbeifahrende Schönbuchbahn und das Vogelgezwitscher sind zu hören. Normalerweise herrscht dort um diese Zeit ein reges Kommen und Gehen, sofern das Wetter mitspielt, wenn es die Tenniscracks nach der Hallenrunde nicht mehr erwarten können, endlich wieder den roten Sand unter ihren Sohlen zu spüren. Doch der entsprechende Paragraf der Landesregierung ist unmissverständlich: „Der Sportbetrieb ist auf allen öffentlichen und privaten Anlagen nach wie vor für den Publikumsverkehr geschlossen.“ Das Verbot wurde sogar bis 14. Juni fortgeschrieben, soll aber an diesem Donnerstag einer neuerlichen Prüfung unterzogen werden.

Ein Datum, auf das Jan Eble hofft. In anderen Bundesländern wird schon wieder gespielt, in Österreich soll es ab 1. Mai erlaubt sein, in Tschechien ist das schon seit drei Wochen der Fall. „Es ist schwer vermittelbar, warum das in Baden-Württemberg noch nicht möglich sein kann“, sagt er mit nachdenklicher Miene, „auch bei uns können die Hygienevorschriften uneingeschränkt eingehalten werden.“

Die Trainer sind ohne Einkünfte, bringen dafür die Anlage in Schuss

Die Anlage der TABB im Zimmerschlag mit ihren beiden Hallen, den zahlreichen Freiplätzen und der Terrasse zählt zu den vorzeigbarsten im Umkreis. „So schön wie jetzt war sie aber fast noch nie“, unkt Eble. Was in erster Linie an den derzeit arbeitslosen Trainern liegt. „Seit rund sechs Wochen, seit Ausbruch der Krise, haben sie keine Anstellung“, macht der TABB-Geschäftsführer deutlich, „und damit als Selbstständige quasi auch keine Einkünfte mehr.“ Dafür erklärten sie sich bereit, die Anlage beim alljährlichen Frühjahrsputz auf Vordermann zu bringen. „In der Vergangenheit haben da immer 50, 60 Leute mitgemacht, aber solche Aktionen sind gerade ja verboten.“ Also sprangen die Trainer zusammen mit den Platzwarten ein. „Eine Woche lang jeden Tag – dabei haben sie richtig viel gearbeitet.“ Und ganz wichtig: „Das war von der Polizei genehmigt, die hat extra vorbeigeschaut.“ Kleinere Reparaturen, ein frischer Anstrich mit Farbe, mit dem Hochdruckreiniger die Überreste des Winters weggespült, die Büsche zurückgeschnitten, Randstreifen neu befestigt, die Wege eingeschottert, dabei rund sechs Kubikmeter Kies verschafft. „Viel Detailarbeit“, schaut Jan Eble stolz auf das rund 800 Quadratmeter große Schmuckstück, allein 600 davon im Freien. Und ist gleichzeitig seinem Trainerteam um Peter Zuleck dankbar. „Seit Mitte März versuche ich eine vernünftige Regelung für sie zu finden“, so Eble besorgt. „Ein Trainer plus ein Schüler in der Halle oder auf der Anlage, das müsste doch gehen.“ Tut es aber nicht, das pauschale Sportverbot lässt sich nicht aufweichen. „Noch können sie von ihren vorab eingezogenen Gebühren in den Wintermonaten leben, müssen die aber irgendwann nacharbeiten“, weiß er, dass da auf Dauer auch existenzielle Sorgen aufkommen können.

Für ihn ist es damit höchste Zeit, dass im Zimmerschlag wieder Leben herrscht. „Vor allem unsere älteren Mitglieder schauen fast täglich draußen vorbei, sehen, wie zuletzt gearbeitet wurde, und hoffen, endlich wieder zum Schläger greifen zu können.“ Natürlich unter gewissen Voraussetzungen, die Jan Eble nur zu gerne bereit ist, alle zu erfüllen. Bereitstellung von Desinfektionsmittel, das Verbot, sich auf der Anlage umzuziehen oder zu duschen. Und er geht sogar noch weiter: „Wir können auch dafür sorgen, dass nach jeder Belegung eine halbe Stunde Pause ist auf den Plätzen, damit sich die Spielerinnen und Spieler nicht zu nahe kommen.“ Die Wege im Zimmerschlag sind breit genug, die Bänke stehen weit auseinander, in den Hallen kann man sogar unterschiedliche Ein- und Ausgänge benutzen. „Die Abstandsregeln können damit ohne Weiteres eingehalten werden.“

In der Jahresbilanz der TABB werden voraussichtlich 50 000 Euro fehlen

Das gilt fürs freie Spielen der Mitglieder und für Trainerstunden, aber nicht für Leistungsklassen-Turniere. „Da ist das Risiko eindeutig zu hoch“, schränkt Jan Eble ein. „Ganz klar ist es nicht ratsam, wenn sich auf der Anlage plötzlich 100 Leute tummeln“, kommt das für ihn genausowenig in Frage wie Doppelformationen, weil man sich da auf dem Platz viel zu nahe kommt. Womit er auch kaum damit rechnet, dass die Mannschaftsrunde in diesem Jahr durchgeführt werden kann. „Mich überrascht es, dass der Verband diesbezüglich noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die erste und zweite Bundesliga wurden schließlich auch schon abgesagt.“

Wobei er ganz ehrlich ist: „Ein Sommer ohne diese fünf oder sechs Spiele unserer Teams würde mir in dieser Ausnahmesituation nicht wehtun.“ Lieber würde er die dadurch belegten Wochenenden seinen Mitgliedern und für zusätzliche Trainerstunden zugänglich machen. „Man muss doch auch sehen, dass man als Team viel dichter beisammen ist, dass oft einer auf der Bank den anderen coacht.“ Da sind eineinhalb oder gar zwei Meter Abstand nie und nimmer einzuhalten.

Ganz abgesehen davon betrachtet der TABB-Geschäftsführer die Mannschaftsrunde auch unter finanziellen Gesichtspunkten. „Oft haben die Teams ausländische Spieler, die Geld kosten, von denen aber gar nicht sicher ist, dass sie überhaupt einreisen können, ohne sich danach erstmal in häusliche Quarantäne begeben zu müssen.“ Seine interne Hochrechnung: „Auch unser Jahresergebnis wird bestimmt rund 50 000 Euro niedriger ausfallen als angesetzt.“ Die ausgefallenen Stunden, Abos, die nicht wahrgenommen werden konnten, abgesagte Turniere und Veranstaltungen, Werbepartner, die sich derzeit eher ums eigene Geschäft kümmern müssen, die fehlende Pacht von der geschlossenen Gaststätte. „Das summiert sich“, so Eble, „und das geht allen anderen Tennisvereinen oder -abteilungen sicher genauso.“

Auf den Donnerstag und mögliche neue Lockerungen ist er deshalb besonders gespannt. Auch wenn er einräumt: „Der Sport genießt im Augenblick sicher nicht die allerhöchste Priorität.“

Tennishallen sind ab 15.3. geschlossen – siehe hierzu Pressemitteilung vom 14.3. der Stadt Böblingen

https://www.boeblingen.de/corona-virus

Weitere Maßnahmen zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus. Der Krisenstab der Stadt Böblingen hat am Samstag weitere Maßnahmen getroffen.

Allgemeinverfügung für Kultur, Sport und Freizeit sowie Veranstaltungen

Böblingen untersagt aus Gründen des Infektionsschutzes und zur Eindämmung einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus sämtliche Veranstaltungen und Versammlungen. Auch Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen. Dazu gehören insbesondere auch Vergnügungsstätten und Versammlungsstätten sowie Diskotheken, Clubs, Bars, Shishabars und Prostitutionsbetriebe.
Die Maßnahmen gelten ab Sonntag, 15. März, vorerst bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020. Die Stadt Böblingen hat dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die auf www.boeblingen.de/corona-virus abrufbar ist.

Selbstverständlich werden wir den Kontakt zu den verantwortlichen Stellen suchen, um zu klären, ob unter speziellen Auflagen ein Sonderregelung für unsere beiden Hallen genehmigt werden kann, wie es diese ja teilweise schon gibt. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Mitgliederversammlung findet nicht statt

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Mitgliederversammlung verschoben.

Sobald absehbar ist wann ein neuer Termin vereinbar ist, wird dieser entsprechend kommuniziert.

Bleiben Sie gesund!

Ihr TABB-Vorstand