TA SV Böblingen freut sich über das erfolgreichste Jahr in ihrer Vereinsgeschichte – Enorme Leistungsdichte von Jung bis Alt

 

Ehrung TA BB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild Kreiszeitung  – www.bb-live.de   – Bericht VON MICHAEL STIERLE – Kreiszeitung 16.04.2014

BÖBLINGEN.  “Das ist das erfolgreichste Jahr in unserer Vereinsgeschichte”, blickt Frank Zweygart auf 2014 zurück, das noch gar nicht zu Ende ist. Der Tennis-Abteilungsleiter der SV Böblingen hatte deshalb zum allerersten Ehrungsabend eingeladen – Gründe dafür gab es mehr als genug.

Für die TA BB war’s freilich ein Auswärtsspiel. Weil die Liste der zu Ehrenden so lang war, musste sie ein paar Meter weiter in den “Schönaicher First”. “Bei uns im Zimmerschlag hätten gar nicht alle reingepasst”, so Zweygart, als er den Blick in die Runde schweifen ließ.

Noch nicht viele deutsche Meistertitel: Als “i-Tüpfelchen” bezeichnete Frank Zweygart die deutsche Meisterschaft der Damen 30. “Dabei ist es doch noch gar nicht so lange her, dass ich die Mannschaft als deutschen Vizemeister auszeichnete”, erinnerte der Erste Bürgermeister Ulrich Schwarz an die Sportlerehrung der Stadt im Vorjahr. Damals wurde sie im Zimmerschlag Zweiter, jetzt setzten Jasna Brnjakovic, Isabell Willer, Helena Vidova, Martina Tvrdon, Nadine Kallweit, Saskia Biskup, Daniela Boog, Julia Kühnert und Daniela Schweickardt in Augsburg noch einen drauf. “Hat die SV Böblingen schon jemals einen deutschen Mannschaftsmeister vorzuweisen?”, wollte es Jan Eble, Geschäftsführer der Tennisabteilung, ganz genau wissen. “Die Faustballer, damals zu Zeiten eines Dieter Thomas”, fiel Ulrich Schwarz spontan ein. “Und die Hockeyjugend, das ist aber lange her”, ergänzte SVB-Vereinsmanager Harald Link. Tatsache ist: Mit allzu vielen Titeln kann sich die 1945 gegründete SVB in ihren 69 Jahren seit Bestehen nicht schmücken.

Bei der Weltmeisterschaft in der Türkei: “Die TA BB ist in Württemberg einzigartig”, will Jan Eble die Erfolge keineswegs auf die Damen 30 beschränkt wissen. Die Damen 60 sind in die Regionalliga Südwest, die höchste deutsche Spielklasse, aufgestiegen, die Damen 50 spielen schon dort und wurden Zweite. Allerdings waren von ihnen am Dienstagabend nicht viele da. Die immerhin schon 72-jährige Christel Knapp, Christine Hameister und Ileana von Onciul greifen gerade bei der Seniorinnen-WM in der Türkei zum Schläger. Aber auch im Nachwuchsbereich ist die Böblinger Tennisabteilung mit Nic Wiedenhorn, deutscher U13-Meister im Doppel, und Kim Niethammer (Erster beim deutschen Jüngsten-Turnier) bestens aufgestellt. Bei Nic Wiedenhorn wartete Jan Eble sogar mit einer Neuigkeit auf: “Er ist die neue Nummer eins der deutschen Rangliste im Doppeljahrgang U13 und U14.”

Im Club-Race weit vorne: Die Böblinger Erfolge schlagen sich auch in den aktuellen Rankings nieder. Beim so genannten Club-50-Race kommen die 50 besten Spieler und Spielerinnen eines Vereins in die Wertung, ihre erreichten Leistungsklassen-Punkte werden zusammengezählt und bilden die Grundlage für die täglich neue Wertung. Das Gewinnen lohnt sich: Der Sieger-Verein wird zu einem Biathlon-Weltcup in Deutschland mit Blick hinter die Kulissen eingeladen. Ob sich die TA BB diesen Termin schon mal vormerkt? In Württemberg ist sie die Nummer eins, in Deutschland die Nummer fünf oder inzwischen sogar vier. “Damit liegen wir vor so großen Vereinen wie Waldau und dem Weissenhof”, so Frank Zweygart an die Adresse der Stuttgarter Renommierklubs gerichtet. “Es gibt keinen Verein, der durchgängig von der Jugend bis zu den Herren 70 so hochklassig stark vertreten ist”, ergänzte Jan Eble. “Um diese Leistungsdichte werden wir von anderen beneidet.” In Zahlen ausgedrückt: 45 Aufstiege in den vergangenen drei Jahren. “Damit werden wir längst auch in Deutschland wahrgenommen”, so Eble. “Und das ist auch kein Glück, sondern Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung.”

Schmuckkästchen Zimmerschlag: Nicht nur ergebnismäßig steht die TA SV Böblingen prima da. “Die Anlage im Zimmerschlag ist ein richtiges Schmuckkästchen”, betont Bürgermeister Ulrich Schwarz. “Mit der neuen Zweifeldhalle und der energetischen Sanierung wurde sie erheblich aufgewertet, dazu hat die Abteilung auch insgesamt 800 000 Euro in die Hand genommen.” Aktuell stehen das Hallendach und die sanitären Anlagen auf der Agenda. “Ich werde dem Gemeinderat einen Zuschuss empfehlen”, versprach Schwarz schon mal. Für Jan Eble sind diese Anstrengungen die Grundlage, um auch sportlich durchzustarten. “Wir haben das alles nicht durch Geld erreicht, das wir in einzelne Spieler oder Mannschaften stecken, wir investieren in die Infrastruktur, wodurch alle in der Abteilung profitieren.”

Erfolgsgaranten: Seite 2001 ist Frank Zweygart, den alle nur “Buffy” nennen, im Amt, kann sich auf sein gut funktionierendes Vorstandsteam verlassen. Weiß aber auch, dass ganz besondere Anstrengungen notwendig sind, um so weit nach oben zu kommen. Und dass dies vor allem an einigen wenigen hängt. An seinem Stellvertreter Robert Andermann zum Beispiel (“ohne ihn wäre das alles nicht machbar gewesen”), an Peter Zuleck, seit 2009 Trainer, “der in dieser Zeit unglaublich viel bewegt hat mit seinem Team”, und auch an Tennis-Geschäftsführer Jan Eble, mit dem er bei den Herren 40 zusammen auf dem Platz steht. “Er war schon mal weg, beim Golf”, so Zweygart, “kam aber zurück und baute uns die Halle.”