Oster-Tennis direkt am Meer

Zum vierten Mal in Folge veranstaltet die Tennisabteilung der SV Böblingen ihr traditionelles Ostercamp an der istrischen Küste in Kroatien. Wieder ist das Reiseziel der malerische Küstenort Vrsar (sprich: Wersar), rund zehn Busfahrstunden von Böblingen entfernt. Ungeachtet des frühen Termins für Ostern 2018 fährt eine große Gruppe mit rund 80 Mitreisenden aller Altersklassen und Spielstärken ans Meer, um eine feine Tennis-Woche zu erleben. Im letzten Jahr waren Anfang April gar über 100 Teilnehmer dabei. Damals musste das Organisations-Team erstmals eine Warteliste anlegen, da die Platzkapazitäten komplett ausgereizt und weitere Tennisplätze nicht zu bekommen waren.

Immer ein großes Thema im Vorfeld – das Wetter

Alle, die bereits mehrmals dabei waren, wissen, dass es ab Anfang März an der Adria eigentlich immer schön ist. Das zeigen auch die Erfahrungswerte des Gärtringers Edwin ‚Eddy‘ Grohs, die er mit seinen weit über die Bezirksgrenzen bekannten Camps ‚Tennis in Rovinj‘ über die letzten drei Jahrzehnte gemacht hat.
„Um im März dort unten Tennis zu spielen, brauchen wir zum Glück keine globale Klimaerwärmung – das mediterrane Klima ist ganz anders als wir es von unserer Heimat her kennen“, schildert Robert Andermann, Hauptorganisator des BB CAMP und zweiter Vorsitzender der Tennisabteilung der SVB, seine seit Jahren durchweg positiven Erfahrungen: „Wenn überhaupt, mehr als ein bis zwei Mal regnet es eigentlich in der gesamten Woche nicht. Meist gibt es einen schönen Sonnen-Wolkenmix und die Sonne hat schon ordentlich Strahlkraft.“

Optimale Bedingungen – nach Jahren eine perfekte Unterkunft gefunden
Schon letztes Jahr fühlten sich die Teilnehmer sehr wohl im Vier-Sterne Resort ‚Belvedere‘ der Maistra-Hotelkette. Das liegt zum einem an seiner wunderbaren Lage am Meer, direkt im Anschluss an den Hafen des malerischen Städtchen Vrsar, zum anderen bieten die Apartments sehr viel Platz und sind fast alle mit Meerblick ausgestattet. Dazu kommt der Urlaub vom heimischen Herd: Die Küche verwöhnt die Gäste mit kulinarischen Genüssen. Die Vollpension umfasst ein mediterranes Buffet vom feinsten – morgens, mittags und abends mit sehr abwechslungsreichen und auch vielen regionalen Speisen. Wer sonst täglich kocht, hat hier Pause und Zeit zum Genießen.

Ein buntes Potpourri an Teilnehmern
Nicht nur Deutsche Mannschaftsmeister/innen bereiten sich fleißig in Vrsar für die Sommersaison vor, selbst Nicht-Tennisspieler reisen gerne mit. Der ehemalige Profi-Tennisschiedsrichter Jochen Knobel ist seit Jahren mit am Start. Allerdings diesmal weniger mit Tennis-Aktivitäten: „Wir machen uns eine schöne Woche, nutzen die tollen, vielfältigen Radfahrmöglichkeiten in Istrien und natürlich das ausgewogene Fitness-Training mit Blick aufs Meer, das täglich vom TABB-Trainerteam angeboten wird. Vermutlich zieht es mich ja doch ab und zu auf den Tennisplatz. Es ist doch ein ziemlicher Vorteil, sich für die Verbandsspiele früh mit dem roten Sand vertraut zu machen – das ist ein ganz anderes Spiel als das sehr schnelle Spielen auf den Teppichhallenböden, wo der Ball sehr flach wegspringt.“
Auch Günter Tovar, ehemaliger Leiter der Waldenbucher Tennisabteilung, fährt gerne wieder mit. „Mir gefällt die sportliche Ausrichtung des BB CAMP mit netten Leuten, die aufs Beste Anspannung und Entspannung rund ums Tennis verbindet. Egal ob Hobbyspieler oder Deutscher Meister, jung bis jung geblieben – alle kommen auf ihre Kosten. Es ist beeindruckend, wie das Orga- und Trainerteam das jedes Jahr aufs Neue wuppt. Wir fahren diesmal sogar zu dritt mit.“
Jährlich profitieren die TABB-Damen 30 von ihrer Teilnahme am BB CAMP. Sicher mit einer der Gründe, warum sie sich in den letzten Jahre in die deutsche Spitze gespielt haben und den Deutscher Meister-Titel zweimal nach Böblingen geholt haben. Dieses Jahr sind drei Spielerinnen erstmals mit dabei. „Zweimal Tennis am Tag plus eine Fitnesstrainingseinheit sind eine optimale Vorbereitung für uns“, sagt Veronika Danner stellvertretend für ihre Mannschaftskameradinnen Dani Kleiner und Barbara Ackermann. Als Neuzugang vom letztjährigen Finalgegner nach Böblingen wechselte ‚Vroni‘ nach Böblingen und ist mit der ganze Familie dabei: „So gewinne ich dieses Jahr hoffentlich meine engen Matches im Match-Tiebreak des dritten Satzes“.
Auch Tim Hoidis, seit Jahresbeginn die Nummer 1 im bundesweiten Leistungsklassen-Wettlauf aller über 500.000 deutschlandweit registrierten Tennisspieler/innen, setzt sich mit einem verschmitzten Lächeln in den Bus nach Kroatien: „Auch wenn es im TABB-Camp keine LK Punkte zu holen gibt – hier hole ich mir noch mehr Schlagsicherheit für die nächsten Turniere, damit erkämpfe ich mir später umso mehr Punkte, die mir helfen im bundesweiten LK-Race weiter ganz vorne mitmischen zu können.“
TABB-Cheftrainer Peter Zuleck ist immer wieder vom Mix der Teilnehmer begeistert: „Wir nehmen sehr gerne Tennisspieler von anderen Vereinen in unsere Camps mit, denn das ist für beide Seiten sehr bereichernd. Die Nichtmitglieder fühlen sich sofort sehr wohl und sie werden gleich übers Sportler-Du in die Gruppe integriert – ein klarer Beleg für das Wohlfühlen ist die sehr hohe Quote an Wiederholungstätern.“ Die verschiedenen Tennispakete mit wahlweise einmal oder zweimal Tennis am Tag decken alle Bedürfnisse rundum ab.

Busfahrer spielt im Regionalliga Team der SVB-Herren 30 und fungiert auch als Trainer

Marc-Daniel Frey ist gerne unterwegs – mit (fast) allen Gefährten und in allen Geschwindigkeiten. Privat mit einem BMW M2 des Böblinger Autohauses Netuschil.
Für ihn ist das TABB-Camp die Gelegenheit, mit dem Bus der Firma Kappus zu touren. Hauptberuflich ist er Motorradpolizist – und zudem Turnierdirektor des weit über regionale Grenzen hinaus bekannten TABB-Jugendturnieres, das die SVB-Tennisabteilung jährlich für mehrere Hundert Tennis-Nachwuchsstars in den Sommerferien im Zimmerschlag veranstaltet. Zudem fungiert er gerne mal als Trainer auf dem Court. Für einen Spaß ist der SVB-Regionalliga Südwest Spieler immer zu haben: Vor drei Jahren hat er im TABB-Camp in Rovinj zusammen mit Hotel Eriksson-Inhaber Peter Kramer noch den Ansturm der jungen Wilden abwehren und die heutigen Stützen und Württembergligaspieler der TABB-Herren 1, Nic Wiedenhorn und Luka Eble im Doppel schlagen können. Mit dem sehr vergnügsamen Ergebnis, dass die Verlierer den beiden Herren 30 den ganzen Abend mit Speis und Trank aufwarten mussten. Fragt sich, ob das Match heute immer noch so ausgehen würde? Wir warten auf eine Neuauflage.

Seit Jahren extrem hohe Teilnehmerzahlen
Wer dabei war weiß – die Erfolgsfaktoren des TABB-Camps sind sehr vielfältig. Sicher ist das professionelle Training unter Federführung des mindestens sechs Personen starken A-/B-/ und C-TABB-Trainer-Teams, bei dem der Spaß auf und außerhalb des Courts nicht zu kurz kommt, ein maßgeblicher Faktor. Dazu kommt das tägliche Konditions- und Koordinationstraining, welches in jedem Fitness-Zustand in Anspruch genommen werden kann und das auch Nicht-Tennisspieler sehr gerne nutzen. Eine tolle Hotel- und Sportanlage und die gute Stimmung in der Gruppe tragen ihren Teil dazu bei. Hauptstar ist jedoch das schöne kroatische Ambiente, mit der tollen Lage und dem speziellen Flair der istrischen Küste und dem kristallklaren Wasser der Adria. Die Teilnehmer 2018 freuen sich schon sehr drauf – die Koffer sind gepackt.